FEO begeht auf dem LAGA-Gelände in Torgau ihr 60jähriges

Torgau. Zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft feierten am 30. Juni 2026 gemeinsam mit der Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz GmbH (FEO) auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände der Torgauer Eichwiese ein besonderes Jubiläum: Seit ihrer Gründung am 3. Januar 1966 als VEB Wasserversorgung Elbaue-Ostharz, nach dem Zusammenschluss des VEB Fernwasserversorgung Elbaue und des Investors Ostharz, hat sich die FEO in den vergangenen sechs Jahrzehnten zu einem unverzichtbaren Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen entwickelt.

Sechs Jahrzehnte nach diesem ersten großen Meilenstein – geprägt von einer politischen Wende und zahlreichen wirtschaftlichen Veränderungen – versorgt die FEO heute täglich rund 2,5 Millionen Menschen mit Fernwasser. Dafür betreibt das Unternehmen ein 808 Kilometer umfassendes Leitungsnetz, drei Wasserwerke und verfügt über eine tägliche Aufbereitungskapazität von bis zu 340.000 Kubikmetern Trinkwasser. Die Wassergewinnung erfolgt aus dem Rappbode-Talsperrensystem im Harz, aus Uferfiltrat der Elbe sowie aus den Grundwasservorkommen der Dübener und Dahlener Heide.

Die Unternehmensgeschichte ist eine Geschichte konsequenten Aufbaus. Vom Bau der Trinkwasseraufbereitungsanlage Wienrode (1961), noch vor dem Zusammenschluss, über den Ausbau der Ostharzleitung bis zum Hochbehälter Hammelberge (1967), die Inbetriebnahme der Wasserwerke Mockritz (1968) und Torgau-Ost (1988) bis zur GmbH-Umwandlung 1990 und zuletzt der Fertigstellung der mehr als 42 Kilometer langen Parallelleitung zwischen Güsten und Heideberg/Halle im Jahr 2022: Jede Maßnahme diente dem  Dreiklang aus Versorgungssicherheit, Kundenzufriedenheit und Nachhaltigkeit.

Nicht nur, aber vor allem bei notwendigen Erweiterungsinvestitionen muss sich die FEO, wie viele andere Versorgungsunternehmen, auf Basis politischer Entscheidungen für die Zukunft wappnen. Dass man sich der Tragweite gestiegener Anforderungen an die Resilienz von Versorgungsstrukturen auch in Dresden bewusst ist, unterstrich Staatssekretär Ulrich Menke aus dem Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft in seinem Grußwort zu Beginn der Festveranstaltung. Aufsichtsratsvorsitzender und Geschäftsführer der Stadtwerke Halle, Matthias Lux, würdigte FEO als durch die Jahrzehnte hindurch anpassungsfähiges und mit seinen Kunden partnerschaftlich zusammenarbeitendes Unternehmen. Dem pflichtete auch Prof. Ulrich Meyer, technischer Geschäftsführer der Kommunalen Wasserwerke Leipzig bei: Von der gemeinsamen Arbeit an Zukunftskonzepten bis zu transparenten und lösungsorientierten Abstimmungen im täglichen operativen Tun, schätzten Kunden an FEO die allzeitige Begegnung auf Augenhöhe“, auch und vor allem in herausfordernden Versorgungslagen. Dr. Dirk Brinschwitz, technischer Geschäftsführer der FEO, betonte im Anschluss an die Reden: „Sechzig Jahre Versorgungssicherheit sind kein Zufall, sondern das tägliche Ergebnis des Engagements unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an allen drei Werkstandorten und überall im Netz. Sie stellen sicher, dass unsere Anlagen einwandfrei laufen, beheben Störungen innerhalb kürzester Zeit und ermöglichen uns dadurch, unseren Kunden und ihren Verbrauchern ‘Kein Tag ohne Wasser’ versprechen zu können – ihnen gilt heute unser größter Dank.“

„Dieser Leitsatz – kein Tag ohne Wasser – ist Credo und DNA zugleich“, ergänzt Jan Wollenberg, kaufmännischer Geschäftsführer: „Darin spiegeln sich Erfahrungsschatz und Arbeitsmoral wider, die täglich abgerufen werden, um die Qualität unseres Lebensmittels Nr. 1 sicherzustellen. Viele unserer Kolleginnen und Kollegen leben diesen Anspruch weit über die Arbeitszeit hinaus – sozusagen als ‘Wassermenschen’, die sich ehrenamtlich im Naturschutz engagieren oder die Jugend für einen bewussten Umgang mit Wasser sensibilisieren. Innerhalb und außerhalb unserer Arbeitswelten sind die Handlungsfelder, wenn man diese Leidenschaft mitbringt, vielfältig.“

Dass die Herausforderungen durch Klimawandel und längere Trockenperioden nicht kleiner werden, ist der FEO sehr bewusst: Das Unternehmen bringt sich aktiv in Gremien, Fachverbände und politische Diskussionen ein, unterstreicht dabei immer wieder den Wert einer mit Blick auf Krisen und die Folgen des Klimawandels resilienten Wasserwirtschaft und kämpft für den Schutz natürlicher Wasserdargebote. Die 60 Jahre, die hinter der FEO liegen, sind dabei vor allem eines: der Anfang der Versorgungsgeschichte von morgen.